Rundreise Gomera
Günter
16/03/2010, San Sebastian, La Gomera / Canary Islands
In den letzten Wochen war viel Bewegung angesagt: Reparaturen, Wanderungen, Kurzaufenthalt in Deutschland, hatte Besuch von Dagmar, zusammen mit den dänischen Stegnachbarn Birthe und Ole von der SY Valkyrien auf Exkursionen, kleine Segeltouren, usw. Und - weiterhin auf Gomera !
Tja, ich muss es ja zugeben - meine Reiseberichte kommen nicht regelmäþig. Aber es ist so viel passiert, oft funktioniert das WLAN in der Marina von San Sebastian nicht - und der Weg ins Internetcafe ist weit....
Also liebe Leute, einfach meine Webseite öfters mal anklicken, ich freue mich auf jeden Fall über Euer Interesse :-)).
Nach einem schönen Segeltörn kam etwas Aufregung vor dem Einlaufen in den Hafen von San Sebastian in die Mannschaft. Der nagelneue Anlasser startet trotz nagelneuer Batterie den Motor nicht! Wieder einmal bewarheitet sich, dass man alle Manöver möglichst rechtzeitig einleiten soll - und so hatten wir Zeit genug wieder abzufallen und etwas weiter vom Ufer entfernt auf Problemsuche zu gehen. Ein wackeliger Kabelschuh am etwas lockeren Pluspol des Anlassers war die Ursache. Nun startete der Motor auch wieder und mit entspannten Gesichtern liefen wir in den Hafen ein.
Kurz im Hafen und fast durch Zufall entdeckte Dagmar auch am 04. März 10 einen Riss an der Sicherungsschraube für den Propeller. So können wir nicht mehr unter Motor aus dem Hafen ohne das Risiko zu haben den Propeller zu verlieren. Es stellte sich heraus, dass die Sicherungsschraube stark korrodiert war und zusammen mit den Annoden ausgetauscht werden muþ. Bedeutet: Ersatzteile aus England bestellen, auf Jochen warten der sie dann am 17. März mitbringt und bis dahin - kein Segeln!
Nun gut, da wir ohnehin die Insel genau erkunden und erwandern wollen, konzentrieren wir uns darauf. Auch eine schöne Alternative!
Trotz der relativ kleinen Ausmaþe der Insel, benötigt man aufgrund der Steigungen und vielen Kurven auf den Bergstrecken (Praktisch überall!!), teilweise z.Bsp. für die Entfernungen von 50km bis zu fast 2 Stunden. Wenn dann auf dieser einzigen Paþstrasse noch ein Erdrutsch (kam öfters in den letzten Tagen vor) ist, dann heisst es 20km zurück und nun quer über die Insel auf der anderen Seite einen erneuten Versuch der Anfahrt zu unternehmen. Und auf manchen Nebenstrecken sollte man schwindelfrei sein. Ohne Begrenzung oder Absicherung geht neben der Fahrbahn ungebremst 200m in die Tiefe.
Dafür wird man aber immer wieder von phantastischen Panoramen überwältigt, hinter der nächsten Kurve ein völlig neuer Blick. Auch liegen die Temperaturunterschiede vom Strandwetter bis zu den Höhen von 1200 - 1450m im Garajonay-Nationalpark bei locker über 10 Grad. In den Höhenregionen wartet Nebelwald mit Flechten und Moosen in den Kiefern und Büschen auf die Besucher; schnelle Wolkenwechsel verändern auch immer wieder die Eindrücke dieser Naturlandschaft.
In den kleinen Ortschaften werden die Touristen insgesamt freundlich aufgenommen. Es gibt auf Gomera keinen Massentourismus und Hotelburgen wie im Süden von Teneriffa. Der typische Tourist ist Naturliebhaber und bewegungsorientiert, interessiert an Land und Leute. Dadurch gibt es auch hier ein sehr angenehmes Miteinander. In San Sebastian gehören die Segler zum gewohnten Stadtbild, werden in das Miteinander integriert und alles läuft gemächlich ab. Viele kleine Einzelhandelsgeschäfte prägen das Stadtbild, im Ortszentrum ein groþer mit schatten spendenden Bäumen bepflanzter Platz. Ihr merkt, es gefällt mir hier!
Die anderen Orte, Valle Gran Rey, Hermigua, Agulo usw. haben alle ihren individuelle Charme - je nach den eigenen Vorlieben. Das bekannte Valle San Rey hat seine netten Seiten, man kann noch sehr gut nachvollziehen, weshalb vor 30 die ersten Hippies und Aussteiger dieses Tal des Königs für sich entdeckten. Da dies heute der bekannteste Urlaubsort mit über 30% deutschen Einwohnern, lassen sich natürlich entsprechende Veränderungen der mittlerweile geschäftstüchtigen Ex-Hippies nicht verleugnen. Aber sicherlich trotzdem eine Reise wert und man kann für sich seine Lieblingsecke finden.
Seit 2 Tagen bin ich wieder alleine, bastele ein wenig am Boot; überlege, ob ich mir hier ein Bimini bauen lasse und lese zur Abwechslung auch weiter in meinem Buch.
Ab dem 18.03.10 sind Jochen und Willi mit an Bord. Nachdem der SONIC-Antrieb wieder repariert sein wird, stehen Törns zu den Nachbarinseln El Hierro und La Palma auf dem Programm. Mal sehen wo der Wind uns hinlässt...
Marina San Sebastian
Günter
25/02/2010, San Sebastian de La Gomera
Die ersten Eindrücke von Gomera sind überwältigend. Die Marina (Sportboothafen) von San Sebastian liegt direkt neben dem Fährterminal. Hier kommen legen die groþen Fähren (Armas und Fred.Olsen) aus Teneriffa, La Palma und El Hierro an. Der kleine Fährkatamaran ‸Benjii Express" bietet von hier aus Verbindungen zu Gomera´s kleinen Küstenstädtchen Playa de Santiago und Valle Gran Rey.
Die Marina San Sebastian liegt ideal eingebettet im Ort; alle Geschäfte und Besorgungen sind zu Fuþ erreichbar. Der Ort hat sich seinen natürlich Charme nach weitgehend erhalten, die einheimische Bevölkerung trifft sich abends und am Wochenende auf dem Marktplatz und hat Zeit für ein Schwätzchen auf der Strandpromenade. Zum Baden geht's am Marinaanfang links um den groþen Felsen zu dem aufgrund des Lavasandes schwarzen Badestrand (sogar Süþwasserduschen gibt es hier...).
Oberhalb des Ortes liegt malerisch das Hotel Parador. Im hervorragend angelegten Garten des alten Hoteltraktes kann man wie in einer anderen Welt entspannt Kaffeetrinken, von hier kann man sich seine Postkarten-Fotomotive mit Blick auf den Teide selbst wählen....
In Kombination mit den Inselbussen und der Fähre kann man sich gut einige Wandertouren zusammenstellen:
So bin ich z.B. mit der Linie 2 am Morgen um 10.30Uhr in San Sebastian gestartet. Langsam aber stetig arbeitet sich der Bus auf über 1100m hoch in die Berge, am Rande des Nationalparks inmitten von Felsformationen und Vulkangraten zweigt die eindrucksvolle Straþe links zum malerischen Ã-rtchen Alajero ab. Dort nach 40min. angekommen, ging ich langsam durch die wenig befahrenen Seitenstrassen, vorbei an in die Hänge gebauten schönen Häusern in Richtung der von weiten erkennbaren Kapelle ‸Ermita de S.Isidro".
Von hier hat man einen wunderschönen 280 Grad Rundum-Blick entlang der Küste, von Playa de Santiago bis hinter La Dama.
Nach einer ausgiebigen Pause gings es dann zunächst zurück in den Ort und dann bergab auf gut erkennbaren Wanderpfaden nahe der Hauptstrasse. 2km nach Alajero geht's links zum Dörfchen Targa, hier zweigt auch der Wanderweg über El Cabezo nach Playa Santiago ab. Grandiose Landschaften, hier geht's entlang des Steilhanges 500m in das Tal hinunter. Alleine und dann auf den noch oft feuchten Wanderpfaden entlang der Berghänge - das muss dann für einen Norddeutschen doch nicht zum Anfang der Wanderungen als ‸Einstimmung" sein. Also bin ich zurück an die Hauptstrasse und habe wie in guten alten Zeiten mein Glück mit Trampen versucht - und nach kurzer Wartezeit hielten Brigitte und ihr Mann aus Darmstadt mit ihrem Leihwagen an. Gemeinsam ging es hinter nach Playa Santiago. Nach einem gemeinsam ‸Cafe con Leche" bzw. ‸Cerveza" (beides existenziell wichtige Wörter im spanischen Touristenwortschatz!) im Restaurante Tomato, erreichte ich knapp die 16.30Uhr- Fähre nach San Sebastian.
Mit einem Leihwagen kann man natürlich die Insel unabhängiger und individuell erkunden. Dies empfiehlt sich sicherlich zumindest für einige Tage. Hier lohnt sich auch der Preisvergleich: die Preise schwanken je nach Mietzeit für z.B. einen Opel Corsa zwischen 20 - 35EUR all in/Tag.
Unterwegs nach Gomera
Günter
03/02/2010, Gomera, Canary Islands, Spain
Dadurch das Santa Cruz, im Norden Teneriffas, Verwaltungssitz für die westlichen Kanaren und traditionell auch Industrie, Hafen und grössere Handelsfirmen an die Stadt binden konnten, spielt der Tourismus nur eine untergeordnete Rolle.
Keine grossen Hotel- und Urlaubssiedlungen wie im Süden, sondern gewachsene Strukturen, Altstadt mit engen Gassen, kleine Parks, Fussgängerzonen in der Innenstadt, eine breite Uferpromenade zum Flanieren, bestimmen das Bild. Der gemütliche Charme kanarischer Gelassenheit gepaart mit südamerikanischen Einflüssen ergibt eine eigene Stimmung - zumal die Stadt in Karnevalsvorbereitung ist.
In vielen Cafes oder Restaurants findet man kostenlosen Internetzugang und so sass ich auch öfters im Cafe Atlantico am Rande der Altstadt mit Blick auf die Palmen im angrenzenden kleinen Park, grosser Springbrunnen und den Hafen. Im Hintergrund liegen die Anaga-Berge, in denen man sehr gut wandern können soll... (ok,das nächste Mal ;-)).
Einfach die Seele baumeln lassen, dann am Boot etwas arbeiten bzw. in der Stadt etwas besorgen. Und so vergeht die Zeit wie im Fluge. Zum Wochenende zeichnet sich eine gute Wetterlage ab, die eine relativ ruhige Ueberfahrt nach Gomera verspricht.
Einziger Wermutstropfen der sonst schönen Tage war die Hafenverwaltung der Marina Santa Cruz. Es existiert auf den Kanaren eine sogenannte maritime Licht- und Leuchturm-Steuer, die allen Schiffe jährlich abhängig von ihrer Grösse entrichten müssen. In den meist privaten Marinas ist sie bereits im Preis enthalten, nur die staatlichen Marinas, wie Santa Cruz, berechnen sie als Aufschlag auf die normale Tagesliegegebühr, also pro Tag ein 365tel der Jahresgebühr. Nur Marina Santa Cruz hat sich eine besondere Bauernfängerei, wahrscheinlich weil hier meistens ausländische Yachten anlegen. Sie verlangen für den 1.-10.Liegetag pauschal 20% der Jahressteuer! Bedeutet also, dass wenn man nur eine Nacht hier liegt, weil z.B. auf Weiterreise nach Lanzarote, zahlt man zusätzlich zur Liegegebühr 20% der hier berechneten Jahressteuer -die Nacht kostet somit also das 7-8fache einer üblichen Liegegebühr. Da man das natürlich beim Anlegen nicht ahnt, plus das man üblicherweise erst am nächsten Morgen eincheckt bzw bezahlt, ist die Ueberraschung dann gross. Aber das Geschrei der empörten Segler ist das Personal schon gewöhnt und reagiert stoisch gelassen darauf und droht sogar mit der ‸Policia" wenn man sich weigern sollte diese Abzocke zu bezahlen.
Ich verlasse am Freitagmorgen nicht ohne Bedauern die liebgewonnene Stadt Santa Cruz (nicht die Marina!), und dem Wunsch das nächste Mal doch etwas mehr Zeit hier verbringen zu wollen.
Nun, die Wetterlage an diesem Morgen ist so beruhigt, dass die Segel nur lustlos flattern -also Motor und Autopilot an und für die nächsten 3 Stunden auf Kurs 241 Grad. Leichte Dünung, blauer Himmel und steigende Temperaturen, so lege ich mich mit Handtuch, Fernglas und Sonnencreme aufs Vordeck. Erst am frühen Nachmittag briest es auf und die Segel können gesetzt werden. Vorbei an dem für die Windsurfer für die häufigen guten starken Winde (heute eher gemütlich) bekannten Kap Montana Roja, geht es kurz danach in die neu errichtete Marina San Miguel (endlich Normalpreise wieder, keine staatlich geförderter Strassenraub ;-)).
Hinter der Marina San Miguel wurde ein Golfplatz zusammen mit 3stöckigen Appartmenthaus-Neubauten gesetzt, umrankt von mehreren Reihen fröhlicher gleichartiger Reihenhaus-Bungalows, die zum Teil noch auf ihre begeisterten Käufer warten. Auf den Kanaren hat der Immobilienmarkt in den letzten 2 Jahren einen Preiseinbruch von 20-30% erlebt, für 2010 rechnet man mit weiteren 20% Abschlag. Die Marina ist überschaubar, ein nettes Leuchtturm-Cafe direkt an der Hafeneinfahrt mit Aussenterrasse hebt das Bild.
Am nächsten Morgen ist der Wind stärker geworden, vor der Hafeneinfahrt sammeln sich verschiedene einheimische Yachten zu einer Regatta. Für geht es in die entgegengesetzte Richtung, vorbei an Las Galattas Richtung Südspitze Teneriffas. Es verspricht ein schöner Segeltag zu werden. Am Mittag passiere ich das Kap Rasca an der Südspitze mit seinem schönen Leuchtturm, mit eindrucksvoller Vulkankegeln im Hintergrund. Uebrigens bin ich mittlerweile seit Santa Cruz als Einhandsegler (so nennt man die Segler, die ihre Yacht alleine ohne Crew segeln) unterwegs.
Der Wind steht sehr günstig und so nehme ich direkten Kurs auf Gomera anstatt wie geplant zunächst an der Westküste Teneriffa entlang zu segeln. Mit Windstärke 5 im Rücken geht es zügig voran, es zeigen sich auch lange Wellen. Der Autopilot, mit das wichtigste Hilfsmittel des Seglers, steuert die SAFARICAT sicher durch die mittlerweile grösser werdenden Wellen von 2-3m Höhe. Manchmal wird das Schiff regelrecht angehoben und mitgeschoben, aber dann auch an der abfallenden Wellenseite abgebremst. Zeit dieses Schauspiel zu fotografieren.
Nach fast zwei Stunden zeichnet sich eine dunkle aufziehende Wolkenwand ab, die mich dann doch etwas beunruhigt. Der Wind hat weiter auf 6Bft aufgefrischt und die Wellen spielen auch entsprechend das Spiel mit. Das Vorsegel wird etwas gerefft, trotzdem rauschen wir mit guten 7,5 Knoten dahin.
Vor uns liegt nun gut zu erkennen Gomera und der Hafen von San Sebastian zeichnet sich am Horizont ab. Die Regenfront hat auch ein Einsehen und zieht entfernt weiter. Beeindruckend erheben sich die Steilwände und Berge Gomeras, innerhalb weniger Kilometer ist man auf über 1.400m Höhe!
Kurz vor dem Hafen starte ich den Motor, die Segel werden eingerollt. Die Hafeneinfahrt ist gut zu sehen, die bunten Häuser der Stadt kleben an den Berghängen, schwarzer Lavastrand mit einer Palmenpromenade, so laufe ich gegen 16Uhr glücklich in San Sebastian ein.
Und die Ueberraschung: am Kai helfen mir Bodo und Angelika beim Festmachen; beide hatte ich vor einem 1/2Jahr bei einem Treffen im Allgäu bei Skipper Udo getroffen. Sie sind vor einigen Tagen spontan aus der Kälte Deutschlands geflüchtet und besuchen hier alte Seglerfreunde besuchen und wandern in den Bergen. So ist es fröhliches Wiedersehen und wir freuen uns auf die nächsten Tage.
Hier geht alles offensichtlich entspannter, gemütlicher zu. Die Menschen grüssen freundlich, auf den kleinen Plätzen der Kleinstadt, in der Christoph Kolumbus schon seine Proviant- und Wasservorräte auffrischte, sitzen bunt gemischt Jung und Alt auf den Bänken. Im Hintergrund wolkenverhangene Berge, ich suche mir ein kleines Strassenlokal und geniesse frisch gegrillte Dorade mit kanarischen Kartoffeln und Mojo-Sauce.
Ein perfekter Segeltag - und das Ambiente hier verspricht eine angenehme Zeit auf Gomara.
Teneriffa
Günter
27/01/2010, Santa Cruz
Am Samstagmorgen 22.01.10 waren wir in den Morgenstunden noch damit beschäftigt eine undichte Stelle über meinem Bett abzudichten, die wahrscheinlich durch die Montagearbeiten entstanden ist. Letzte Aktion von Wes, der morgens um 8.30h bereitstand um die Stelle auszubessern. Ist ja auch unangenehm so ein nasses Bett...
Pete aus Wales, der als Skipper auf einem 56ft Katamaran arbeitet, hat am Wochenende etwas Zeit und so wollen wir gemeinsam nach Teneriffa segeln. Der Wetterbericht bestätigt morgens nochmal ca. 5 Bft Wind Richtung Westen, so segeln wir meistens einen Halbwind-Kurs.
In den letzten Tagen hatte es immer wieder auf den Kanaren geregnet, die sonst karge Landschaft Lanzarotes ist jetzt mit einem grünem Grasflaum überzogen, ein ungewohntes Erscheinungsbild für Lanzarotekenner.
Gegen 10 Uhr frischt langsam der Wind auf und wir verlassen gegen 11Uhr Puerto Calero (aus den angedachten 10 Tagen sind dann doch hier 37 Tage geworden...).
Nach 1 1/2 Stunden geht um die Südspitze Lanzarotes herum, steuerbord liegen die berühmten Papagayo-Strände; mittlerweile wird dieses Naturschutzgebiet arg bedrängt durch ein massives Hotel- und Appartmentgebiet das in den letzten4 Jahren illegal aus dem Boden gestampft wurde - genehmigt und betrieben von dem Bürgermeister der Stadt Playa Blanca, einige seiner Amtkollegen halfen hierbei nicht uneigennützig mit...
Links liegt am Horizont Fuerteventura mit weiþen Sandstränden, davor hebt sich die kleine Insel Los Lobos im Sonnenlicht ab.
Die Dünung zwischen den Inseln nimmt zu, kreuzlaufende Wellen machen die Passage zwischen den beiden Inseln etwas ungemütlicher. Nach ca. 1 Stunde liegen Lanzarote und Fuerte hinter uns und verschwinden in den nächsten 2-3 Stunden langsam am Horizont.
Der Wind frischt auf, in Boen haben wir 25Knoten Wind; aber die SAFARICAT zieht unbeirrt ihre Bahn durch den Atlantik. Gegen 19Uhr verabschieden sich die letzten Tageslichstrahlen und der Halbmond übernimmt die Nachtwache. Es ist eine wechselhafte Nacht, teilweise komplett bewölkt und rabenschwarz, dann reisst die Wolkendecke auf, Wellen mit weiþen Schaumkrohnen sind zu sehen. Mittlerweile haben wir das Groþsegel gerefft und etwas später auch etwas die Genua (groþes Vorsegel). Peter übernimmt die Frühschicht bis 5Uhr, der Wind lässt etwas nach - gut für mich zum Schlafen ;-))
Die ýberfahrt läuft schneller als erwartet. Wir haben wieder die Schicht gewechselt und ich sehe im ersten Morgenlicht Teneriffa. Die hohen Berge entlang der Nordküste empfangen uns eindrucksvoll; ein Tanker schiebt sich im Morgengrauen noch zwischen der SAFARICAT und der Steilküste hindurch, um an der Nordspitze Richtung Westen abzufallen. Hell erleuchtete Fischerboote nutzen das steil abfallende Ufer, in ca. 4km Entfernung vom Ufer segeln wir über 800m tiefem Wasser.
Rund um Santa Cruz liegen verschiedene Schiffe auf Reede, dazwischen kleine Fischerboot, Freizeit-Speedboote und die Schnellfähren nach Gran Canaria. OK, für die letzten 2 sm bwergen wir die Segel und motoren langsam zwischen den Schiffen hindurch, der erste Morgenkaffee in der Hand. Um 9Uhr erreichen wir den Hafen von Santa Cruz, liegen direkt mitten in der Stadt, 2 Minuten zur Innenstadt und Einkaufspassagen, engen Gassen, Straþencafes und im Februar den grössten Karneval nach Rio de Janero. Aber erstmal schlafen.....
Auf dem Sprung nach Teneriffa
Günter
20/01/2010, Lanzarote, Puerto Calero
Seit einigen Tagen bin ich wieder zurück auf Lanzarote. Einfach unglaublich wie mit verschiedenen kleinen Arbeiten am Schiff die Zeit verfliegt, dann natürlich auch das übliche Warten auf - naja, eigentlich alles ;-)).
Irgendwie gewöhnt man sich auch daran und plötzlich erwischt man sich dabei, daþ man erstaunt ist, wenn tatsächlich wie verabredet Jan, der Elektronik-Spezialist, morgens um 9.30h pünktlich erscheint - und man selbst noch nicht vorbereitet ist. Dann lebt man sich wahrscheinlich gerade ein....
Es sieht so aus als wenn es nun tatsächlich Richtung Teneriffa am Wochenende losgehen wird. Die Wettervorhersagen sind für die 130Seemeilen lange ýberfahrt günstig, stetiger Nordostwind mit 4-5 Bft wird ab Freitag 22.01.10 erwartet. Also mit dem für Katamarane günstigen achterlichen Wind!
Drückt mal die Daumen, das alles klappt und wir endlich zu unseren ersten langen "Schlag" (Segelstrecke - für NichtSegler) kommen.
Plan 2010
Günter
01/01/2010, Puerto Calero
Plan 2010
Im Januar / Februar werde ich zwischen den verschiedenen Inseln der Kanaren segeln. Die Wetterlage bestimmt die Route und die Aufenthaltsdauer hängt von dem Ambiente der Inseln ab - und den Mitseglern.
Also: Mitsegler sind willkommen! Je nach Törn und Gebiet können nach Absprache 2-3 Kojenplätze gegen Kostenteilung angeboten werden.
Bei den Touren steht im Vordergrund die Inseln und deren Besonderheiten kennenzulernen. Von unterschiedlichen Hafen- und Ankerplätzen aus erkunden wir die Umgebung und unternehmen unterschiedliche lange Segeltörns bis zum nächsten schönen Zwischenstopp .
Genauere Infos zu den bei Interesse.
Mögliche Törns:
26.01. - 08.02.2010 Teneriffa vom Norden entlang der Ostküste nach Süden. Verschiedene Ausflüge in das Inselzentrum. Dann ýberfahrt nach Gomera, dort erste Eindrücke der Insel sammeln, Wale beobachten, Bergwanderungen.
14.03. - 29.03.2010 La Palma entdecken, eventuell auch Abstecher zur kleinen Insel El Hierro, bzw. Gomera.